Elektrowinde ESW-2 B
Die Konstruktion
5 Jahre nach der Markteinführung hat sich das Konzept der batteriegestützten, mobilen
Elektrostartwinde mit über 70.000 Starts bestens behauptet.
Es ist das bisher weltweit einzige Konzept, das ohne Turbokupplung / Wandlergetriebe auskommt und
trotzdem perfekt geregelte Startabläufe ermöglicht.
Ebenso ist es unter den wenigen, bis heute betriebenen Elektrowinden die Einzige, welche mit
Anschlussleistungen von 7 bis 20 kW betrieben werden kann und trotzdem mechanische
Abgabeleistungen von bis zu 205 kW entwickelt, und das für bis zu 20 Doppelsitzerstarts pro
Stunde (bsp.: ASK 21 auf 400 Meter bei leichtem Gegenwind).
Die Elektrostartwinde ESW-2B ist keine neue, exotische Erfindung, sondern eine konsequente
Weiterentwicklung aus bestehenden Baugruppen unter Einbezug gängiger Industriekomponenten,
welche sich mittlerweile in der Praxis bewährt hat. Wer sich für so eine Winde entscheidet,
tritt gleichzeitig eine Entscheidung für eine ganze Reihe von Vorteilhaften Eigenschaften, die den
Windenschlepp umweltfreundlicher, kraftvoller, einfacher und vor allem preiswerter machen.
Die nachfolgende Liste enthält die wesentlichen Konstruktionsmerkmale und Eigenschaften, durch
die sich die ESW-2B von konventionellen Winden unterscheidet:
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absolut abgasfrei, umweltfreundlich und superleise
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Reduktion der mech. Einrichtungen auf Gehäuse, Seileinzug / Kappvorrichtung,
Winkelgetriebe mit Seilauszugsbremsen und abgedeckten Trommeln, daher absolut
wartungsarm und praktisch verschleißfrei
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Ersatz des kompletten Antriebes inkl. Wandlergetriebe durch einen wartungs- und
verschleißfreien Drehstrom-Normmotor (bürstenloser Kurzschlussläufer).
Er ist immer startbereit und kennt auch bei allerhöchster Belastung keinen
Kaltlaufverschleiß der sonst besonders den Dieselantrieben so zusetzt.
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bis zu 8 m/Sek.² einstellbare Startrollbeschleunigung, unabhängig von
der Startmasse immer gleich
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automatisch geregelter Übergang in den stationären Schlepp unabhängig
vom Windeinfluss
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erleichterte Bedienung durch integrierte Regelunterstützung
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der elektronische Motorregler enthält auch die Ladeeinrichtung für die
notwendigen Pufferbatterien. Er ist ebenso wie die Batterien in das Windengehäuse
integriert, völlig wartungs- und verschleißfrei
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als Pufferbatterien dienen 50 preiswerte KFZ-Starterbatterien > 88 Ah / 12 V mit einer
Lebensdauer von ca. 5 bis 6 Jahren, annähernd unabhängig von der Schleppzahl
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absolut preiswert bei Energieverbrauch und Abschreibung
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hierzu folgende Kostenrechnung:
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Energieverbrauch 1,2 kWh
(Doppelsitzer auf 400 Meter)
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0,18 EUR
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Seilverschleiß
(bei ca. 2000 Schlepps je Seil)
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0,20 EUR
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Batterieabschreibung
(2000 Schlepps/Jahr, Lebensdauer 5 Jahre)
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0,29 EUR
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Windenabschreibung
(2000 Schlepps/Jahr auf 30 Jahre)
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1,23 EUR
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Gesamtkosten je Schlepp
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1,90 EUR
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Seitenansicht Trommel
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Bedienpult von oben
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Wer mehr erfahren möchte, schaut nach bei:
www.startwinde.de
Die Betriebsgrenzen
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elektrisch betriebene Doppeltrommelwinde in Längsschleppanordnung als Auflieger
für LKW oder Anhänger
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Außenmaße L x B x H in mm: 3000 x 2000 x 1300 zuzügl. abnehmbare Fahrerschutzgitter
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Gewicht: 4 Tonen, komplett inkl. 50 Batterien a 12 V / 88 Ah, jedoch ohne Fahrgestell
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max. Schleppmasse: 850 kg
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max. einstellbare Anzugsbeschleunigung für Schleppmasse bis 600 kg: 8 m/Sek.²
(für Schleppmasse 850 kg noch ca. 7 m/Sek.²)
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längste Seilauslage (Stahl Ø 4,6 mm / Dyneema Ø 5 mm): 1.800 m / 2.500 m
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längste Seilauslage mit Sondertrommel, Dyneema Ø 5 mm): 3000 m
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kürzeste Seilauslage für ca. 250 m Ausklinkhöhe: 700 m
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max. Gegenwindkomponente: 20 Kt (ca. 40 km/h)
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max. Rückenwindkomponente: 5 Kt (ca. 10 km/h)
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max. Seileinzugsgeschwindigkeit: 120 km/h
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max. einstellbare Abgabeleistung: 155 kw (210 PS)
(65 km/h Seileinzug, 850 daN Seilkraft)
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max. Spitzenabgabeleistung: 205 kW (280 PS)
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Anschlussleistung: 7 kW bis 20 kW, je nach Bedarf bzw. Netzanschlussmöglichkeit
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Standardanschlussleistung: 12 kW oder 15 kW
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max. 20 Doppelsitzerschlepps pro Stunde
(ASK 21 auf 400 Meter bei leichtem Gegenwind)
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einfachste Bedienung durch elektronische Regelunterstützung
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zur Standardausrüstung gehört u.a.:
- automatische, verschleißarme Seilauszugsbremse
- 230 V Steckdose
- gelbes Blitzlicht
- einklappbarer Fahrerschutz
Elektrostartwinde mit Schlepphöhenrekord
Bei einem vorläufigen Test mit maximalen Seilauslagen in Frankreich wurden
durchaus interessante Ausklinkhöhen erziehlt:
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:: Flugzeug
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:: Ausklinkhöhe
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:: Seilauslage
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ASK 21
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900 Meter
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bei 2000 Meter Seilauslage
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ASK 13
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1248 Meter
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bei 3000 Meter Seilauslage
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Ka 8
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1235 Meter
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bei 3000 Meter Seilauslage
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Verwendet wurde ein 5 mm starkes Dyneema - Schleppseil bei annähernd Windstille.
Auf Grund der guten Ergebnisse wurden daraufhin die Seiltrommeln angepasst, so dass jetzt
auch bis zu 850 kg Schleppmasse mit maximaler Seilauslage geschleppt werden können.
Die Standardversion fasst jetzt eine maximale Seillänge von 2500 Metern.
Mit einer verfügbaren Trommelsonderversion sind bis zu 3000 Meter Seillänge möglich
(Kunststoffseil, Dyneema, Ø 5 mm).
Nach wie vor kann die Winde ohne Umrüstmaßnahmen wahlweise mit Stahl- oder
Kunststoffseil betrieben werden.
Auszug aus Zeitungsartikel der Gießener Tageszeitung:
Weltneuheit bei den Pohlheimer Segelfliegern
Unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit hat sich bei den Pohlheimer Segelfliegern
eine Weltpremiere abgespielt. Erstmals gehen die Segelflugzeuge des Vereins wirklich
umweltfreundlich in die Luft. Bekanntlich halten sich die Segelflugzeuge nur deshalb in der
Luft, weil sie sich in aufsteigender Thermik bewegen. Diese wiederum entsteht durch die
Sonneneinstrahlung. Nun kann aber so ein Segelflugzeug nicht einfach vom Boden aus allein
durch Thermik in die Höhe gelangen, es muss erst auf eine Höhe von etwa 400 Meter
gebracht werden, erst da sind die thermischen Kräfte stark genug. Um in diese Höhe
zu gelangen bedient man sich entweder eines anderen (Schlepp-) Flugzeuges oder einer Seilwinde,
deren Kraft aus einem LKW-Motor kommt. Wie auch immer: Ein Motor muss laufen, Treibstoff wird
(wenn auch sehr wenig) benötigt und Abgase entstehen. So auch bisher bei den Pohlheimern.
Seit ein paar Tagen ist jetzt aus Zukunftsträumen Wirklichkeit geworden: Nach langer
Entwicklungszeit durch das Vereinsmitglied und Firmeninhaber Jürgen Volk ist der Verein
als erster weltweit im Besitz einer Segelflugwinde mit Elektroantrieb, unterstützt mit Akkus.
Es gibt zwar schon einige wenige Elektrowinden, diese werden aber ohne Akkus direkt am Netz
betrieben und sind für den mobilen Einsatz nicht geeignet. Vergleichbar ist diese Winde mit
einer herkömmlichen mit einem 350 PS-Diesel-Motor. Es sind praktisch keine Verschleissteile
vorhanden. Die 50 Bleibatterien (in Reihe geschaltet) bringen einen normalen Segelflieger mit
einem Energiebedarf von ca. 1 kWh auf die benötigte Flughöhe.
Das entspricht einem Durchschnittspreis von etwa 0,13 €. Auch auf die Stromherstellung hat der Verein
mittlerweile Einfluss. Da durch die neue Photovoltaikanlage auf dem Hallendach der Strom hergestellt
wird, kann man bei den Pohlheimern wirklich behaupten, dass deren Segelflieger nun nicht nur mit
Hilfe der Sonnenkraft fliegen, sondern auch vom Boden abheben.
Nachdem die Zulassung der neuen Winde von den Behörden erteilt wurde, sind die ersten Starts
erfolgreich durchgeführt worden.
Wer sich über diesen zukunftsweisenden Weg der Segelfliegerei näher informieren möchte
(aber nicht nur der), ist auf dem Segelfluggelände in Pohlheim herzlich willkommen.
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